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Westcoast!

Wo soll ich anfangen...? Wir haben eine sehr spannende und erlebnisreiche Woche hinter uns und ehrlich gesagt quillt mein Kopf über, vor lauter Erinnerungen! :-) Nachdem wir viele schöne Tage in Nelson verbracht hatten, wir sind zum Mittelpunkt Neuseelands gewandert und haben das Geschäft des Herr-der-Ringe-Ring-Schmiedes besucht, sind wir mit Damon in Kontakt getreten. Damon ist der Cousin von Greg (unser erster wwoofing Host... ihr erinnert euch) und uns wurde schon vor einiger Zeit gesagt, dass wir ihn unbedingt einmal besuchen sollten. Gesagt getan! Damon ist Musiker und "pig hunter", dass heißt er jagt Wildschweine und zwar nicht so, wie wir das in Deutschland kennen, sondern mit purer Muskelkraft, seinen Jagdhunden und einem scharfen Messer bewaffnet. Er ist ein wirklich verrückter, unglaublich netter Mensch, der sehr viele spannende Geschichten zu erzählen hat. Gemeinsam mit seinen zwei Kindern lebt er in einem sehr, sehr alten Haus irgendwo im Nirgendwo. Absolut urig und etwas gewöhnungsbedürftig, doch wir haben uns während der zwei Tage wirklich wohlgefühlt und das beste Fleisch unseres Lebens gegessen! Lecker!!! Als Ausgleich für Essen und Unterkunft, haben wir die Küche einmal komplett gereinigt und die Fenster (ohne chemische Mittel, sondern nur mit Zeitung und Wasser) geputzt. Wir werden hier noch unfreiwillig zu Putzprofis ;-) Obwohl der Aufenthalt bei Damon nur sehr kurz war, werde ich sehr viele Erinnerungen und Lebensweisheiten mitnehmen (denn davon konnte er viele erzählen) und die Zeit immer als ein kleines Abenteuer in Erinnerung behalten! Am Samstag wurden wir zurück nach Nelson gebracht, damit wir am Sonntag früh um 07:00 unseren Bus kriegen konnten. Dieser hat uns dann nach einer langen Fahrt nach Punakaiki gebracht. Punakaiki, muss man wissen, ist ein sehr, sehr kleiner Ort an der Westküste Neuseelands. So klein, dass es nichtmal einen Supermarkt oder eine Einkaufsmöglichkeit gibt. Nicht ganz unberechtigt, wurden wir öfter gefragt, was zur Hölle wir denn in diesem Kaff wollten. Die Antwort wussten wir auch nicht so genau, aber für mich war schon länger klar, dass ich diesen Ort gerne besuchen wollte. Und das, wie sich herausstellte, absolut zurecht! Unser Bus hielt an einer unglaublich atemberaubenden und wilden Küste an, an dessen Strand sich meterhohe Wellen ergossen. Dieser Anblick raubt mit jedes mal wieder den Atem, wenn ich aus unserem Hostelfenster gucke, welches zufällig direkt am Strand liegt. Beim Aufstehen, beim Abendessen, beim einschlafen überall sieht, riecht und hört man die raue See, die direkt vor der Tür ihr Unwesen treibt. Das hier ist wirklich ein sehr, sehr schönes Stückchen Erde, vielleicht sogar die schönste Gegend Neuseelands, die wir bis jetzt bereist haben. Ein weiteres Naturspektakel befindet sich nur ein paar Meter entfernt von Punakaiki. Die sogenannten "Pancake Rocks" sind riesige Felsen im Meer die, wie der Name schon sagt, aussehen wie eine Menge gestapelter Pfannkuchen. Am Abend, wenn die Sonne untergeht und das Wasser seinen höchsten Stand erreicht, brechen sich die riesigen Wellen an den Felsen und meterhohe Fontänen brechen zwischen den Steinen hervor. Wenn einem dann noch die salzige Seeluft um die Nase weht und die Sonne im Meer versinkt, ist das ein richtiger Marmeladeglas-Moment für die Ewigkeit (auch wenn das jetzt ziemlich kitschig klingt ;-) )! Was den Aufenthalt hier noch schöner macht, sind die Leute die wir in dem eher kleinen Hostel kennengelernt haben. Wie immer sind es fast nur Deutsche, die ihren Weg hier her gefunden haben, doch diesmal haben wir wirklich sehr coole Typen getroffen. Am Abend sitzen wir alle im Gemeinschaftsraum, es werden lange, lustige Unterhaltungen geführt und Uno gespielt (wobei Mia und ich die unangefochtenen Sieger sind, weil wir am Nachmittag schon trainiert haben ;-) ). Nun geht es morgen weiter die Westküste entlang, denn auch wenn es hier sehr schön ist, gibt es nach drei Tagen wirklich nicht mehr viel Neues zu entdecken. Dort können wir dann hoffentlich unsere, nun zur Neige gehenden, Vorräte wieder aufstocken und ganz viele neue tolle Eindrücke sammeln. Bis dahin Ahoi und kommt gut in die kalte Jahreszeit! (Ich habe im Moment leider kein Internet, darum ist dieser Eintrag, wenn ihr ihn lest, nicht mehr ganz so aktuell.)

2 Kommentare 19.11.14 08:35, kommentieren

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Zurück ins Abenteuer!

Am gestrigen Tag haben wir das bescheidene Örtchen Picton verlassen und uns auf gemacht, wieder etwas agiler zu werden und weiter Richtung Westen zu reisen. Ich muss zugeben, wir sind in der letzten Woche wirklich träge gewesen und haben das entspannte Leben hier sehr genossen! Abgesehen von einer vierstündige Wanderung (die sich wirklich gelohnt hat, denn die Aussicht war fantastisch!) und einer sehr stürmischen Fahrradtour (jetzt wissen wir, warum in Neuseeland niemand Fahrrad fährt... bei den vielen Bergen und dem ständigen Wind, ist es ist einfach viel zu anstrengend!! ;-) ) bestand unsere Woche größtenteils aus ausgiebigen Cafébesuchen und Sonnenbaden. Wir sind jetzt also top erholt und total motiviert für unsere weitere Reise ;-)! Einen Großteil unserer entspannten Einstellung haben wir gestern allerdings gleich wieder verloren, da unser Bus über 30 Minuten Verspätung hatte und wir uns schon an der Haltestelle haben schlafen sehen. Er kam dann aber (was für eine Überraschung) doch noch ;-) Hier in Neuseeland habe ich die Angewohnheit entwickelt, dass ich, sobald ich in einem Bus sitze, total (also wirklich total!!) müde werde. Keine Ahnung warum! Jede Busfahrt ist also ein Kampf ums Wachbleiben, denn wenn man hier in einem Bus einschläft, kann es gut sein, dass man bei der nächsten scharfen Kurve (und es gibt hier sehr viele davon) auf dem Gang liegt :-)! Ohne Zwischenfälle auf dem Gang, aber mit sehr schweren Augenlidern, sind wir in Nelson angekommen und waren positiv überrascht. Sowohl unser sehr kleines Hostel (13 Betten), als auch die Stadt sind durchaus gemütlich und sehenswert! Nach einer Mütze mittelmäßigem Schlaf heute Nacht (Mia hat gefroren und ich hatte dauerhaft Panik aus den Hochbett zu fallen) haben wir heute früh den Wochenmarkt in Nelson besucht! Wir konnten uns kaum satt sehen, denn von Gemüse, über Schmuck und Klamotten, bis zu selbst gebackenen Leckereien war wirklich alles zu haben. Bis jetzt hatte ich mich irgendwie davor gesträubt etwas Schönes für mich selbst mitzunehmen, aber da ich dieses Abenteuer ja nur einmal erlebe, bin ich jetzt stolze Besitzerin eines wunderschön dicken Pullovers aus echter neuseeländischer Schafwolle. Handgefertigt und absolut notwendig für die kalten Wintertage in der Heimat! ;-) Bei guten 25 Grad und strahlendem Sonnenschein, werden wir Nelson und den nahegelegenen Strand jetzt 5 Tage lang genießen können und anschließend (wenn denn alles klappt) für drei Tage bei Gregs Cousin arbeiten. Soweit der Plan, was daraus wird, werdet ihr hier demnächst lesen können ;-) Bis dahin Liebste Grüße!

2 Kommentare 8.11.14 05:07, kommentieren